Woche 7 - 8, 10. November - 24. November 2025. Der Weg nach Hause
- dombi6
- 15. Feb.
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 17. Feb.
Von Kalabrien zum Schloss des Königs über Lucca und über die Alpen.
Die Rückreise lief ein wenig anders als geplant. Das Wetter wurde unsicherer und im November wurde es richtig schwer vernünftige Stellplätze zu finden. Somit kehrten wir etwas früher zurück als geplant. Trotzdem hatten wir einige Orte entdeckt, die wir nicht mehr missen wollen und unbedingt weiterempfehlen können. Als erstes unser Ziel das bescheidene Schloss des Königs von Italien in der Nähe von Neapel: Caserta.
Dort erwartete uns ein leichter Kulturschock. Vom Strand aus Kalabrien weg, plötzlich in einer Metropole in der das Leben tobt.
Am Stellplatz angekommen mitten in Caserta, schlugen wir uns zu Fuss in den städtischen Trubel. Natürlich erst mal einen Aperol genießen, an einem eher edlen Ort in der Altstadt. Wir dachten das kostet sicher ein Vermögen, dazu gab es dann auch noch verschiedene feine Häppchen. Das war dann schon unser Nachtessen. Kosten für 2 Aperol, 1 Bier & Essen: 14,-€.
Dann am nächsten Tag Besuch beim Könisschloss. Der Hammer.

Wer Prunk und wahnsinnige Architektur mag sollte dem Schloss und vor allem auch dem Garten einen Besuch abstatten. Der englische Garten bot sämtliche Baumarten von (gefühlt) der ganzen Erde.
Am 15. November brachen wir von diesem aufregenden Ort auf. Unser nächstes Ziel war Orvieto. Für uns bis anhin vollkommen unbekannt, liegt halt auf unserem Weg. Überraschung zu dem Ort, Stellplatz wie auch die Ortschaft Orvieto haben uns so begeistert, dass wir tatsächlich 3 Nächte geblieben sind.
Die eigentliche Ortschaft liegt auf einem Berg oder besser Hügel. Es wird vermutet, dass Orvieto der mittelalterliche Name und Standort der etruskischen Stadt Velzna ist, einer der zwölf Bundeshauptstädte des etruskischen Reiches.
Velzna wurde nach einem Sklavenaufstand 264 v. Chr. durch Marcus Fulvius Flaccus erobert. Also eine wirklich alte Stadt. Neben den Gassen, Läden und vielen Restaurants gibt es einen wirklich sehenswerte Dom, tolle Museen und eine über 500 Jahre alte Brunnenanlage. Also unbedingt besichtigen.

Unser Stellplatz vom Berg aus gesehen das Wohnmobil mit Anhänger. Im Vordergrund die normale Bahnlinie im Hintergrund die Bahnschnellstrecke. Uns hatte das nicht groß gestört. Dafür war der Platz super, sogar mal richtig heißes Wasser. In Italien nicht selbstverständlich. Der bekannte Wohnmobilstellplatz in Orvieto ist die Area Sosta Camper Renzo Battistelli (Via della Svolta), ein bewachter Platz für ca. 40 Mobile am Fuß des Ortes. Er bietet befestigte Plätze, Strom, Duschen/WC, Ver- und Entsorgung, Brötchenservice und eine gute Anbindung via Standseilbahn (Funicolare) in die Altstadt.
Ein Höhepunkt war der Brunnen, der durch den Berg ins Tal führt. Der Pozzo di San Patrizio (St.-Patricks-Brunnen) in Orvieto, ist ein beeindruckendes Renaissance-Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert, das als ingenieurtechnisches Meisterwerk gilt. Erbaut von Antonio da Sangallo dem Jüngeren zwischen 1527 und 1537 im Auftrag von Papst Clemens VII., diente er der Wasserversorgung bei Belagerungen. Der 62 Meter tiefe Brunnen zeichnet sich durch zwei spiralförmige, getrennte Wendeltreppen (je 248 Stufen) aus, die es Lasttieren ermöglichten, Wasser zu transportieren, ohne sich zu begegnen.
So am 18. November ging es weiter nach Lucca, also Richtung Norden.
Lucca ist eine italienische Stadt am Fluss Serchio in der Toskana. Bekanntestes Wahrzeichen ist ihre gut erhaltene Stadtmauer aus der Renaissance, die das historische Stadtzentrum mit seinen kopfsteingepflasterten Gassen umgibt. Breite, baumbestandene Wege auf den imposanten Festungswällen aus dem 16. und 17. Jahrhundert laden zum Spazierengehen und Radfahren ein. Das Casa di Puccini, das Geburtshaus des großen Komponisten, ist heute ein Museum. Wir fanden etwas außerhalb von Lucca aber einen schönen Stellplatz, zu Fuß in Zentrum ca. 30 min. Auch diese Stadt hat uns trotz seiner Größe ca. 88 000 Einwohner begeistert. Die Stadtmauern, die Gassen, der große Piazza Anfiteatro in Lucca war mal ein Amphitheater, tolle Restaurants, Kirchen und Türme satt. Natürlich haben wir die Kathedrale und einige Türme beehrt. Nur auf dem „Wuschelturm“ waren wir nicht.

Eine spannende Stadt, die unbedingt erkundet werden muss. Es warteten eine Kathedrale, mehrere Türme, Museen und Ausgrabungsstätten auf uns.
Zurück gelaufen sind wir über die imposante Stadtmauer und Befestigung. Die Stadtmauer von Lucca ist eine der am besten erhaltenen Renaissance-Festungsanlagen Europas, erbaut zwischen 1504 und 1645, um die Stadt zu schützen. Heute ist der ca. 4,2 km lange, bis zu 30 Meter breite und 12 Meter hohe Ring eine begrünte Promenade, die zum Flanieren, Radfahren und Entspannen einlädt. Die Mauer umgibt die Altstadt vollständig und bietet von ihren sechs Toren und zahlreichen Bastionen eine malerische Aussicht auf Lucca. Nach über 100 Jahren Bauzeit fertiggestellt, diente die Mauer nie militärischen Zwecken, schützte die Stadt jedoch 1812 vor den Fluten des Flusses Serchio. Die Stadtmauer ist das Wahrzeichen von Lucca und ein einzigartiges Beispiel, wie eine alte Befestigung in einen urbanen Freizeitraum integriert wurde.
Weiter ging’s mit dem Heimweg am 20. November 2025, Ziel Cinque Terre. Und meistens kommt es anders als man denkt. Das Wetter war schlecht und wurde schlechter, ein Campingplatz schnell angeschaut, leider ein fürchterlicher Platz der in nichts anmachte. Wir fuhren weiter nach La Spezia, dort ein Stellplatz in einem Industriegebiet mitten in einem Kreisverkehr. Cinque Terre wäre zwar irgendwie von dort mit der ÖV zu erreichen. Aber auch der Platz konnte uns nicht motivieren zu bleiben.
Deshalb fassten wir den Entschluss von La Spezia zurück in die Schweiz zu reisen, Ziel Tessin Parkplatz Swiss Miniatur. Anschließend nach Bellinzona auf dem Samstag Markt. Das stand schon länger auf dem Programm. Zum Schluss überquerten wir die Alpen und Wintercamping in Splügen.

Zurück im Tessin und Nachtessen in einer uns bekannten Pizzeria in Melide.

Weiter ging’s über die Alpen nach Splügen in die Kälte -14°!! Das war eine krasse Umstellung.

-14 ° C. War schon brutal kalt, wir hatten uns in Bellinzona extra lange warme Unterhosen gekauft. Nach Kalabrien und den immer noch milden Meeresklima war das hart, nach 2 Tagen wurde bereits das Gas knapp, so dass wir den schönen Platz in Splügen verliessen. Außerdem war Neuschnee angesagt.
Am 24. November waren wir wieder zu Hause. Eine Reise mit ca. 3000 km endet hier und ohne nennenswerte Probleme wieder in Romanshorn. Tolle Eindrücke, wunderbare Menschen, sagenhafte Städte und Sehenswürdigkeiten und vor allem keine Pannen. Hiermit endet etwas verspätet unser Reisebericht Herbstreise 25.
Unser nächster Plan Dänemark - Südnorwegen - Südschweden . Schon bald geht es wieder los. Wir werden wieder berichten. Lasst Euch überraschen, wie wir auch.






















































































































































































































































































































































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